Titularfest Ebersweier mit Kinderkirche

Ermutigende Predigt „Unsere Kirche bleibt im Dorf“

Am vergangenen Sonntag feierte die Pfarrei Heilig Kreuz in Ebersweier das Titularfest. David Blasen aus Oberkirch spielte die Orgel beim Festgottesdienst. Pfarrer Thomas Dempfle hielt eine Mut machende Predigt und ernannte Juliana Schöner und Emma Kuderer zu neuen Ministrantinnen. Die erste Kinderkirche nach den Sommerferien und das Kirchencafé fanden im Freien statt. Zur Prozession spielte der Musikverein Ebersweier mit dem Dirigenten Harald Amberger.

Die Kinder der Kinderkirche erinnerten sich an all das Schöne, das sie in den Ferien erlebt hatten und teilten miteinander mitgebrachte Erinnerungsstücke. Mit dem Psalm vom guten Hirten versicherten sie sich behütet von Gott auch in den Alltag zu gehen.
 
Viele Zeichen der Hoffnung erkannten die Christen der Pfarrgemeinde Heilig Kreuz in Ebersweier. Pfarrer Dempfle zeigte sich froh über die große Teilnahme am Festgottesdienst und an der Prozession durchs Unterdorf (verkehrstechnisch abgesichert durch die örtliche Feuerwehrabteilung). Bei strahlendem Sonnenschein bewirtete das Gemeindeteam anschließend die Gäste, die gern eine Spende für die Renovierung der Taufkapelle gaben. Sie staunten über die erfrischende Wirkung des neuen Farbanstrichs und moderner Leuchten. In absehbarer Zeit ist der Bau einer Toilette bei der Sakristei vorgesehen. Ebenso soll die Stützmauer zum Pfarrhaus hin befestigt werden.
 
 
Auch die Festpredigt stand unter dem Zeichen der Erneuerung. Pfarrer Dempfle richtete den Blick in die Zukunft und auf die umfangreiche Veränderung kirchlicher Strukturen: Zwar seien „die Tage unserer Pfarrgemeinde gezählt, doch unsere Kirche bleibt im Dorf und behält ihr Patronat.“ (Das heißt: Gottesdienste, Taufen, Hochzeits- und Trauerfeiern finden auch nach der Kirchenreform 2025 weiterhin im Ort statt.) Der Beitrag jedes Einzelnen entscheide darüber, ob die Kirche erfüllt sei und bleibe, betonte der Geistliche. In diesem Hinblick bezeichnete Dempfle die Kirche nicht nur als einen Ort des Gebets, sondern vielmehr als Raum der Kommunikation (Austausch und Verständigung). Die gut gelingende Zusammenarbeit mit Durbach spiele dabei schon seit Jahren eine wesentliche Rolle. Sichtlich erfreut ernannte Pfarrer Dempfle Juliana Schöner und Emma Kuderer zum Ministrantendienst. Nach seinem Aufruf im Amtsblatt fand sich außerdem eine kleine Schar, die weiterhin eine wöchentliche Werktagsmesse mit ihm feiert. (Dieses Angebot stand bis vor kurzem auf der Kippe wegen mangelnder Teilnehmerzahl). „Mit dem Kreuz als Segens- und Hoffnungszeichen werden wir unseren Weg gemeinsam weitergehen!“, so endete die ermutigende Ansprache des geschätzten Leiters der Seelsorgeeinheit Durbach-Appenweier.
Rosa Harmuth / Offenburger Tageblatt